Himmelfahrt, Dank, Gottesdienste

Am Pfingstsonntag ist der nächste Gottesdienst geplant.
Am Mittwoch vor Pfingsten wird es keinen Lagerfeuer-Abend geben.
Vielleicht am Mittwoch danach am Kirchenzelt.

Der Lagerfeuer-Abend am Tannengrund am Feiertag Christi Himmelfahrt
war für meine Frau und mich ein schöner Abschied.

Bernds Abschied ist für uns der Anlass,
uns ebenfalls von Kirche unterwegs zu verabschieden.
Wir sind vor ein paar Jahren in die Nähe von Hamburg gezogen,
wollten aber noch bis zum Abschied von Bernd mitmachen.
Als Vorsitzender des Fördervereins
mache ich noch bis zur nächsten Jahreshauptversammlung,
voraussichtlich im Herbst, weiter.

Der Lagerfeuer-Abend an Himmelfahrt war wie alle vorhergehenden
ein besonderes Erlebnis
. Es war einmalig, wie Bernd das mit seiner Familie
gemacht hat, nicht als Event, sondern für die Menschen, die da waren.
Wenn der Ansturm auf die Flammkuchen nachließ, habe ich all die Abende
gerne die Menschen beobachtet, wie sie angesprochen wirkten,
besonders beim Singen und Erzählen. Ich denke,
es war für viele ein selten gutes Erlebnis und eine selten gute Erfahrung
und für nicht wenige nachhaltig.

Noch ein paar Gedanken dazu:

Bernd hat immer wieder gesagt hast, zuletzt bei seiner Verabschiedung:
Er hat (nur) seinen Job gemacht. Ich halte seine Feststellung für kein Understatement,
oder gar für Fishing for Compliments. Er hat gemacht,
was der Herr der Kirche auch von Kirche unterwegs und allen Christen erwartet:
Dass wir unsere Talente optimal mit vollem Engagement für ihn und für die Menschen
einsetzen. Das „Lob über den grünen Klee“ ist vor allem ein Alibi dafür,
dass die wenigsten bereit sind, sich an diesem Maßstab messen zu lassen.
Als von Gott gewolltes Individuum ist jeder Mensch einmalig, also nicht ersetzbar.
(„Du bist einmalig, keiner ist wie Du“ – eines der Lieder,
die Bernd gerne mit Kindern und Erwachsenen gesungen hat).
Aber für eine Aufgabe ist grundsätzlich jeder ersetzbar.
Die Herausforderung für die Kirche ist, die richtigen Christen
mit den erforderlichen Begabungen und der erforderlichen Leidenschaft
für die Aufgaben zu berufen und auszubilden,
Denn ich finde, das Schlimmste, was die Kirche tun kann, ist,
Menschen gegen das Evangelium zu immunisieren.
(Jesus wirft das denkbar drastisch den Verantwortlichen der Kirche seiner Zeit vor.)
Das geht auf unterschiedliche Weise. Der Konfirmanden-Unterricht ist ein Beispiel,
das Bernd hin und wieder durch den Witz von den konfirmierten Fledermäusen
treffend illustriert hat.
Bernd hat vorgeführt, wie attraktiv Kirche ist,
die sich auf gewinnende Art klar vom Zeitgeist abhebt
und klare Antworten auf die existenziellen Fragen der Menschen hat.

Herzlichen Dank für all die guten Jahre des Dienstes,
die für uns wertvoll und wichtig waren.

Die Feier zum Abschied von Bernd

Heute haben wir nach 24 Jahren
bei Bilderbuchwetter
mit einer schönen Feier in der vollen Arena
Bernd von Kirche unterwegs im Südsee Camp verabschiedet.
Die Feier begann mit einem typischen Gottesdienst für die ganze Familie,
verstärkt durch weitere Live-Musiker.
Die Lutscher-Predigt hielt Superintendent Schütte vom Kirchenkreis Soltau,
Bernds Arbeitgeber.
Nach einer kleinen Sektpause
folgten die Gruß- und Dankworte, gemischt mit Komik und Parodien.
Und dann waren alle zum Mittagessen eingeladen.
Zum Schluss sang Bernd ein Abschiedslied.
Bernds Nachfolgerin hat sich auch kurz vorgestellt.

Ich habe als Vorsitzender für den Förderverein gesprochen.
(Meine Zeit als Vorsitzender geht im Herbst zu Ende.)
Was ich gesagt habe:
Liebe Gäste,
der Förderverein ist einfach dadurch, dass es ihn gibt, Anerkennung von Bernds Arbeit.
Wenn nicht viele Gäste Bernds Arbeit gut gefunden hätten, gäbe es keinen Förderverein.

Viele Gäste haben auf diesem attraktiven Platz Urlaub gemacht,
kurz oder lang, jung und alt,
und im Urlaub Kirche unterwegs genossen.
Wo und wann kann man sonst sagen, dass Kirche genossen wird?

Irgendwann merkt jeder Mensch (früher oder später),
dass Beziehungsqualität das Wichtigste für ein glückliches Leben ist.
Das gilt auch für die Beziehung zu Gott.

Ich danke im Namen der Gäste von Kirche unterwegs allen,
die Bernds Arbeit ermöglicht haben:

An 1. Stelle Gott
Jesus hat viele Gleichnisse erzählt und Bernd hat sie anschaulich nacherzählt.
Von Zeit zu Zeit auch das Gleichnis von den Talenten,
die Gott den Menschen gibt und welche Erwartung er damit verbindet.
Bernd hat seine Talente optimal genutzt.

Nach Gott danke ich Gottfried Thiele und seinen Kindern und Enkeln.
Das Südsee Camp hat Kirche unterwegs
nicht etwa nur zugelassen, sondern gewollt und vielfach unterstützt.
Gottfried Thiele hat sich, engagiert und energisch, wie er war,
beim Bischof dafür eingesetzt.
Und seine Kinder und Enkelkinder haben dieses Engagement fortgesetzt.

3. danke ich dem Kirchenkreis Soltau.
Er hat einen Diakon für Kirche unterwegs bezahlt.
Das ist in dieser Landeskirche einmalig.
Es wäre für die Kirche gut, wenn das nicht einmalig bliebe.
Ich danke besonders Herrn Schütte und seinem Vorgänger als Superintendent
und Herrn Greiner.

4. danke ich Bernds Familie.
Kirche unterwegs war, wie auch das Südsee Camp, ein Familienbetrieb.
Familienbetriebe sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

Sie waren auch einmal das Rückgrat der Kirche.
Vielleicht kann der Kirche der Ansatz weiterhelfen,
dass Ehepaare
sich eine Pastoren-Stelle teilen und wieder am selben Strang ziehen.

Nach meiner Vorstellung müssten nicht beide Partner Theologen sein.
Es gibt Ausbildungen, in denen man mehr
über den Alltag und Zugang zu Menschen und insbesondere Kindern lernt
als in der Theologie.

Das Südsee Camp ist ein 5-Sterne-Platz.
Bekanntlich ist es im Wettbewerb noch schwieriger,
diesen Status zu halten als ihn zu erringen.

Das wird auch weiterhin für Kirche unterwegs im Südsee Camp gelten.
Bernd war die Garantie für 5-Sterne-Kirche unterwegs.
Er hat die Gäste gut unterhalten,
ohne Abstriche vom Alleinstellungsmerkmal der Kirche zu machen.
Damit hat er erfolgreich Arbeit gegen den Trend gemacht
– für Christen aller Konfessionen genauso wie für Kirchendistanzierte.

Gezaubert hat Bernd auch, aber für den Erfolg hat er hart gearbeitet.
Wenn es in der Kirche erfolgsabhängige Boni gäbe,
wäre Bernd ein Spitzenverdiener gewesen.

Denn man kann Bernds Leistung
nur auf dem Hintergrund der Entwicklung in der Landeskirche ermessen:
Im letzten Sommer wurde der Jahresbericht 2016 publiziert.
Danach hat in einem Zeitraum von 10 Jahren
die Zahl der Gottesdienst-Besucher
um 33% abgenommen,
die der Kindergottesdienst-Besucher um 58 %!!!
Auf der letzten Synode bezeichnete der Bischof
das Ergebnis einer Kirchenmitglieder-Befragung als erschütternd:
Nur 4% hatten eine Antwort auf die Frage „Was erwarten Sie von der Kirche?“.
Die Gäste von Kirche unterwegs waren sich hier einig:

„Wenn Kirche bei uns zu Hause so wäre wie hier, wären wir dabei“.
Die Lektüre der Gästebücher lohnt sich.
Ein Gast schrieb: „Wenn Gott existiert, dann im Kirchenzelt.“

Wenn die Konzepte der Kirche zur Trendumkehr nicht erfolgreich sein sollten,
empfehle ich einen Beratervertrag mit Bernd.
Best practice heißt das in der Wirtschaft – lernen von Erfolgsmodellen.

Ich danke Ihnen für’s Zuhören und wünsche
der christlichen Kirche und dem Südsee Camp viel Erfolg
und Bernd und Uschi

Gesundheit und – ganz im Sinne von Gottfried Thiele –
angemessene Herausforderungen für den nächsten Lebensabschnitt.

Saisonbeginn

An diesem Wochenende
hat das Angebot von Kirche unterwegs im Camp
wieder mit der Gute-Nacht-Geschichte im Kirchenzelt
begonnen.

Das weitere Angebot
richtet sich wie immer nach den Gästen.

Bernd schreibt: Meine Verabschiedung

So, jetzt ist es raus:
Meine Verabschiedung ist (wie schon seit längerem geplant) definitiv

am Sonntag, 8. April um 10.30 Uhr im SSC.

Wir planen einen Gottesdienst mit Band in der ARENA im SSC,
dann gibt es einen Imbiss und danach etwas, wofür wir noch keinen Namen haben:
Es könnte ja sein, dass der/die  eine oder andere der Meinung ist,
noch eine kleine Rede halten zu möchten.
Dazu soll Gelegenheit gegeben werden und das ganze in einem unterhaltsamen Rahmen.
Es soll auch nicht zu lange dauern,
damit jeder/jede noch bei Tageslicht nach Haus kommen kann.
Ich würde mich freuen, wenn ich viele noch einmal sehen könnte.
Bitte meldet euch an, das erleichtert die Planung (z.B. das alle satt werden).

Wie es weitergeht

Bernd schreibt:

Viele wollten schon längst wissen, wie es bei Kirche unterwegs weitergeht:
Gundula, die einige im letzten Sommer und Herbst kennengelernt haben,
wird danach weitermachen
(bis Ende Mai werde ich sicherlich auch noch irgendwie dabei sein).
Gundula ist noch bis Ende August angestellt.
Zum 1. Juli kommt eine Diakonin
(Name wird später genannt),
die dann die Arbeit im Kirchenzelt weiterführt.
Noch haben sich sehr wenige als Teamer angemeldet.
Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden.