Wort vom Sonntag – Den laden wir auch ein …

… sagten sich die Gäste bei der Hochzeit in Kana,
nachdem Jesus nicht etwa eine Moralpredigt gehalten,
sondern Wasser in Wein verwandelt hatte – für ein rauschendes Fest.
Den laden wir auch ein …
Das meinte jedenfalls ein Konfirmand,
als er gefragt wurde, wie die Gäste wohl reagiert hätten.

Komm, Herr Jesus, sei Du unser Gast,
beginnt ein altes Tischgebet.

Der Gastgeber war sicher ein orthodoxer Jude,
der sich genau an die Thora gehalten hatte.
Denn im 5. Buch Mose steht:
… gib das Geld (nämlich den Zehnten, also die Kirchensteuer) aus
für alles, woran dein Herz Lust hat,
sei es für Rinder, Schafe (also für Steaks), Wein, hochprozentige Getränke
oder für alles, was dein Herz wünscht,
für ein Festmahl in der Gegenwart des Herrn, deines Gottes,
und sei fröhlich, du und deine ganze Familie.

Der Gastgeber hatte sich allerdings nicht genau genug an die Thora gehalten,
denn er hatte zu wenig Wein gekauft.

Es gab Zeiten in Deutschland,
und die sind noch garnicht solange her,
da heirateten fast alle Braut/Bräutigampaare in der Kirche.
Und anschließend war der Pastor auch zur Feier eingeladen,
jedenfalls zum Kaffeetrinken.
Und dann warteten alle darauf, dass er sich verabschiedete,
damit das feucht-fröhliche Fest beginnen konnte.
Denn Kirche und richtig Feiern, das passte nicht zusammen.
Und Speis und Trank wurden auch nicht aus der Kirchensteuer bezahlt.

Christen leben in der Gegenwart Gottes, der es gut mit uns meint,
an Feier- und an Trauertagen und an Alltagen,
in Hoch-zeiten und in Tief-zeiten.

Bernd erzählte auch noch eine alte chinesische Geschichte:
Ein Mann wollte mit vielen Gästen ein großes Fest feiern.
Da er nicht genug Geld hatte, um das Fest allein zu finanzieren,
bat er alle Gäste, einen Krug Wein mitzubringen
und den Wein am Eingang in ein Fass zu gießen.
(Da es mangels ALDI noch keinen Wein aus Australien, Südafrika, Kalifornien
und allen griechischen, italienischen, französischen und deutschen Lagen
aus allen Rebsorten und in allen Qualitäten gab,
sondern nur Wein aus der Gegend,
war die Mischung kein Problem.)
Gesagt, getan.
Doch aus dem Fest wurde nichts.
Denn in dem Fass war nur Wasser.
Jeder hatte gedacht:
Ein Krug Wasser in einem Fass Wein – das merkt doch niemand.

Wort vom Sonntag – Jeremia

Diesmal war nicht der Landesbischof zu Gast,
sondern der Prophet Jeremia.
Den meisten kam er irgendwie bekannt vor.

Jeremia erzählte uns nicht,
was er im Auftrag Gottes den Menschen zu sagen hatte,
sondern er erzählte uns aus eigener Erfahrung,
was Gott von seinen Mitarbeitern erwartet.
Jeremia fühlte sich der Aufgabe, die Gott ihm zugedacht hatte, nicht gewachsen.
Doch Gott wusste, was er Jeremia mit seinem Beistand zutrauen konnte.
Gott ist für uns da,
und er erwartet,
dass wir als Mitarbeiter für ihn und für die Menschen da sind,
die er durch uns erreichen will.
Es gibt in der Bibel nicht wenige Beispiele dafür,
dass Menschen von den Aufträgen Gottes alles andere als begeistert waren.
Gott setzt keine Übermenschen ein,
sondern Menschen wie Dich und mich.
Mose wehrte sich mit allen Argumenten, die ihm einfielen.
Jona haute einfach ab.
Bernd erzählte das Gleichnis Jesu von den Talenten,
mit denen Gott seine Mitarbeiter für die Zeit seiner Abwesenheit ausstattet.
Jeder hat Talente. Es gibt viel zu tun.
Wir werden Rechenschaft ablegen müssen,
was wir aus unseren Talenten gemacht haben.
Jesus hat uns gezeigt, wie Talente entdeckt, gefördert und ausgebildet werden.
Er hat für uns sein Leben eingesetzt
und erwartet von uns
keinen Dienst nach Vorschrift oder Lust und Laune, keine innere Kündigung,
sondern ebenfalls vollen Einsatz.

Mitgliederversammlung des Fördervereins mit Vorstandswahl

Am 10. August war, wie angekündigt, Mitgliederversammlung des Fördervereins.

Eine Beisitzerin wurde neu gewählt,
im Übrigen wurde der Vorstand wiedergewählt:

Johannes Strehle                      als 1. Vorsitzender
Herbert Stegmeier                     als 2. Vorsitzender
Carsten Rust                             als Schatzmeister
Helga Schniederberend-Baden als Schriftführerin
Andrea Morawietz-Lühr             als Beisitzerin
Peggy Rust                                als Beisitzerin

Der gemeinnützige Förderverein hat zur Zeit 90 Mitglieder.

Ein wichtiges Thema der Mitgliederversammlung
war die Ausweitung des Angebots für Teenager
mit Unterstützung des Fördervereins.
Informationen folgen.

Kirche unterwegs – heute, vor einem Jahr und vor 2000 Jahren

3000 km für Informationen über Gott

Vor einem Jahr war der große Jubiläumsgottesdienst für Kirche unterwegs.
Er sollte am See stattfinden, so wie Jesus,
der Kirche unterwegs gegründet und praktiziert hat,
häufig am See gepredigt hat, manchmal vom Boot aus.
Weil es regnete, musste Bernd sehr kurzfristig umdisponieren,
und der Gottesdienst wurde in der (vollen) Arena gefeiert.

Auf Bernds Wunsch predigte der Landesbischof
über die Geschichte vom äthiopischen Finanzminister.


Die Kutsche in der Arena – am See wäre die Kutsche angerollt.

Ein Jahr danach machte Bernd diese Geschichte
erneut zum Thema des Gottesdienstes.

Der äthiopische Finanzminister hatte von dem Gott gehört,
der sich dem Volk Israel offenbart hatte.
Er wollte mehr über diesen Gott wissen.

Das geht manchen Menschen so:
Sie wollen mehr über Gott wissen,
aber sie raffen sich nicht auf.

Anders der Finanzminister.
Er scheute keine Zeit, Kosten und Mühe
und machte sich auf den weiten, unbequemen und nicht ungefährlichen Weg
nach Jerusalem.
Mit dem, was ihm dort erzählt wurde, begnügte er sich nicht.
Er wollte es genau wissen und kaufte sich eine Bibel,
die damals sehr viel Geld kostete, weil sie handgeschrieben war.
Auf der Rückreise hatte er viel Zeit, die Bibel zu lesen.

Das Problem: Manches war rätselhaft.
Denn das sogenannte Neue Testament,
auf das sich viele Texte im Alten Testament beziehen,
gab es noch nicht.

Kein Problem für Kirche unterwegs.
Gott schickte einen Diakon auf die Reiseroute.
Sie kamen ins Gespräch.
Der Diakon erklärte dem Finanzminister den Text, den er gerade las,
aus dem Propheten Jesaja, Kapitel 53
über den Messias (griechisch: Christus), der für uns leidet und stirbt.
Was er las und hörte, überzeugte den Finanzminister,
und er entschied sich wie die Jünger, Jesus zu folgen.