Kirche im Advent unterwegs in CenterParcs

in Bispingen/Lüneburger Heide

am 1. und 2. und 3. Adventssonntag

Lange vor unserer Zeit
lebte in einem fernen Land
ein kleiner Esel …

Und falls Ihr sonntags nicht im Market Dome seid,
könnt Ihr die Geschichte bestellen
entweder per E-mail an:
bernd.knobloch@mehr-drin.de
oder per Bestellformular auf der Website:
www.mehr-drin.de.
Auf dieser Seite findet Ihr weitere, sehr empfehlenswerte Kindermusik.
Bernd liefert umgehend gegen Rechnung.

Wort zum Sonntag: Böses mit Gutem überwinden

Bernd hat für die hiesige Tageszeitung wieder ein Wort zum Sonntag geschrieben:

Böses mit Gutem überwinden

Der Wochenspruch ist eine ziemliche Zumutung:
Lass dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Römer 12,21

Wir alle kennen das Böse, das groß und mächtig daherkommt: Unschuldige werden durch Terroranschläge in den Tod gerissen; Gelder, die Hungernden und Kranken zugute kommen sollten, werden von korrupten Regierungsclans unterschlagen; profitsüchtige Menschen lösen Katastrophen aus; Kinder und Jugendliche werden missbraucht.

Aber wir kennen auch das kleine, das persön­liche Böse unter uns, das Leben behindert, Kleinkriege auslöst und Beziehungen vergiftet: Mobbing am Arbeitsplatz; Sprachlosigkeit in Familie und Partnerschaft; Junge und Alte, die einander das Leben schwer machen, weil jeder recht haben will und keiner nachgeben kann; die vielen Gleichgültigkeiten, mit denen wir Menschen übergehen und verletzen.
Wie reagieren wir, wenn uns Böses widerfährt? Ballen wir die Faust, um zurück zuschlagen? Zahlen wir mit gleicher Münze heim? Leben wir nach dem Motto: Wie du mir – so ich dir!?

Eine alte Indianerin saß mit ihrer Enkelin am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden, das Feuer knackte, die Flammen züngelten zum Himmel.
Die Alte sagt nach einer Weile des Schweigens: „Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“
„Welcher der beiden wird den Kampf in deinem Herzen gewinnen?“, fragte das Mädchen.
Bedächtig antwortete die Alte: „Der, den ich füttere.“

Den „rachsüchtigen, aggressiven und grausamen Wolf in uns“ zu füttern ist nicht schwer. Das geschieht fast automatisch; er füttert sich wie von selbst.
Sehr viel schwieriger ist es, das Liebevolle, Sanfte und Mitfühlende in uns zu füttern.

Der später von den Nationalsozialisten hingerichtete Dietrich Bonhoeffer schrieb seinen Freunden aus dem Gefängnis: „Die Lösung kommt durch die Liebe. Durch die Liebe zum Feind. Dem Feind soll zukommen, was dem Bruder zukommt, nämlich die Liebe des Jüngers Jesu…“

Es ist die souveräne Liebe Jesu, die überwindet: Wie Christus zu mir – so ich zu dir. Wie Christus zu mir – das könnte bedeuten:  So wie ER uns unsere Verfehlungen vergibt, so können wir einander vergeben. Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir den Menschen vergeben, die an uns schuldig geworden sind. So wie ER barmherzig mit uns ist, so können wir barmherzig zueinander sein. Der erste Schritt wäre vielleicht ein freundlicher Blick, ein nettes Wort, eine ausgestreckte Hand…

Probieren Sie es aus!