Südsee Camp im November

Gerade bin ich von der Jahrestagung leitender Kirche unterwegs Mitarbeiter aus der gesamten EKD zurück gekommen.
In diesem Jahr waren wir die Gastgeber, Tagungsort war Hermannsburg. Auf dem Programm stand ein Informationsbesuch im SSC und im CP.

2013-11-26 14.12.40Bild: Aufgenommen beim Rundgang. Das Südsee Camp zeigte sich auch im November von seiner besten Seite.

Danke Svenja für die supergute Führung. Alle waren beeindruckt…

Kirche unterwegs in der Evangelischen Zeitung

Christliche Inhalte locker verpackt -„Kirche unterwegs“ versucht auch kirchenferne Menschen anzusprechen

Diakon Bernd Knobloch bei einer Vormittagsaktion im Kirchenzelt auf dem Südsee-Camp. 
Bild: Wulfes/ Evangelische Zeitung

Kindertreff, Gute-Nacht-Geschichten, Spiel- oder Bastelnachmittage und natürlich auch Gottesdienste – das Angebot von „Kirche unterwegs“ in Wietzendorf ist bunt und vielfältig.

Diakon Bernd Knobloch weiß, wie er die Menschen, die im Alltag mit Kirche eher wenig zu tun haben, ansprechen kann:

Viele Lieder „aus der Regenbogengasse“, der „Anschrift“ des Kirchenzeltes auf dem Campingplatz Südsee-Camp, eine Geschichte über Gott und Jesus, die Menschen und die Welt, ein Gebet, mal als erzählte Geschichte, häufig als Puppentheater – das zieht beim Vormittagsprogramm ebenso wie bei der Gute-Nacht-Geschichte nicht nur die kleinen Besucher in ihren Bann, weiß der 61-Jährige. Christliche Inhalte locker verpackt eben.

Die Flagge weisst den Weg zu den Zelten von Kirche unterwegs. Bild: Kirche unterwegs

Gut 32 000 Menschen haben die Angebote in diesem Jahr genutzt – im Vergleich zu den Vorjahren sind die Besucherzahlen damit stabil. Die reinen Zahlen sind für Knobloch aber nicht so entscheidend: „Es geht um den einzelnen Menschen.“

Die Eintragungen im Gästebuch zeigen: Die Mischung aus Spaß, Kreativität und Verkündigung durch biblische Geschichten kommt an.

„Das ist nicht einfach Unterhaltung oder Animation. Hier ist ein Platz, an dem ich neue Kraft schöpfen kann und wir alle gemeinsam von einer guten Stimmung getragen werden“, heißt es beispielsweise.

Knobloch spürt aber auch, dass die Distanz gegenüber Kirche zunimmt – und die Schwellenangst gegenüber „Kirche unterwegs“ steigt.

„Es dauert, bis die Menschen sich auf uns einlassen. Aber wenn sie einmal da gewesen sind, kommen sie auch wieder.“

Gut 80 Prozent der Besucher haben nach seiner Beobachtung mit Kirche im Alltag nichts zu tun. Ihnen einen neuen Zugang zu bieten, christlichen Glauben zu vermitteln – das reizt den 61-Jährigen: „Wir müssen noch stärker zu den Leuten gehen.“

Seit 1995 ist der Diakon für die Tourismuskirche im Kirchenkreis Soltau verantwortlich, mit deutlichem Schwerpunkt im Südsee-Camp. Doch wichtig ist Knobloch nicht nur der Besuch bei den Angeboten. Immer wieder kommt es nach seinen Erfahrungen zu Gesprächen „über Gott und die Welt“. Familienfragen seien ein Schwerpunkt, Krankheit, persönliche Sorgen. „Das ist Seelsorge pur. Dafür müssten wir mehr Zeit haben, damit könnten wir drei Leute beschäftigen.“

Andres Wulfes, Ausgabe 46