Was wir mit den Mitgliederbeiträgen tun

Neben der Finanzierung zweier Großschirme (einer davon steht fest vor dem Kichenzelt, der andere bietet beim Lagerfeuerabend vor Regen Schutz), der Anschaffung von 10 Stehtischen und der Kostenübernahme für Teens-Angebote in den vergangenen Jahren, ist vor ein paar Wochen ein Großprojekt fertiggestellt worden: Der Bau einer Blockhütte, die als Wirtschaftsraum am Kirchenzelt dient (nach Wegfall des dafür genutzten Vorzeltes im Zuge des Austausches alter gegen neue Chalets als Mitarbeiterunterkunft).

Vielen Dank an alle Mitglieder und Spender, die das alles möglich gemacht haben.

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Das Wort vom Ostersonntag – Womit wir (nicht) rechnen

Bernd legte den Focus diesmal auf Maria aus Magdala, „Maria Magdalena“
– ein Beispiel dafür:
Was wir uns vorstellen und erwarten,
kann uns die Offenheit für die Realität versperren.

Maria stammte aus Magdala, einer Stadt am See Genezareth.
Sie war eine der vielen Frauen, die Jesus begleitet und finanziell unterstützt hatten.
Maria, seine Mutter, Maria Magdalena und Johannes waren die einzigen,
die Jesus am Kreuz nicht allein gelassen hatten.

Am „Ostersonntag“, dem Tag nach dem Sabbat,
ging Maria Magdalena früh morgens zum Grab,
um Jesu Leichnam einzubalsamieren.
Dafür war vor dem Sabbat keine Zeit mehr gewesen.
Doch der Leichnam war verschwunden.
Sie war völlig verstört.
Zwei Engel fragten sie:
Warum suchst du einen Lebendigen in einem Grab?
Jesus hat euch doch angekündigt,
dass er gekreuzigt und am dritten Tag auferstehen würde.
Maria wusste das.
Jesus hatte sie von ihrer Besessenheit befreit.
Sie hatte viele Wunder miterlebt.
Sie wusste, dass Jesus Gestorbene wieder lebendig gemacht hatte.
Doch wenn wir uns etwas in den Kopf gesetzt haben,
können uns auch Engelszungen nicht davon abbringen.
Maria machte sich auf den Rückweg.
Ihre Gedanken kreisten weiterhin um die Frage:
Wo ist der Leichnam?
Da begegnete ihr Jesus.
Sie erkannte ihn nicht und hielt ihn für den Friedhofsgärtner.
Hast du den Leichnam weggebracht?
Dann sag mir wohin,
damit ich ihn zurückholen kann.
Erst als Jesus sagte: Maria!
erkannte sie ihn.
Jesus sagte: Geh zu meinen Brüdern und berichte ihnen.
Doch die hielten für Unsinn, was Maria ihnen erzählte.

Der Brief an die Hebräer enthält einen längeren Abschnitt,
in dem der Glaube erklärt wird. (Kapitel 11)
Er beginnt mit der Definition.
Es folgt die „Hall of Fame“ der Vorbilder des Glaubens.
Über Abraham wird unter anderem gesagt:
Er rechnete damit (und zwar ganz konkret),
dass Gott auch in der Lage ist,
Tote zum Leben zu erwecken.

Wort vom Palmsonntag – Die große Irritation

Die Gegenwart des Volkes Gottes war kläglich.
Von den zwölf Stämmen war einer übriggeblieben.
Das Land war geteilt.
Die Römer waren die Herren im Land, und so traten sie auch auf.
Wie immer gab es Kollaborateure.
Die Theologen waren gespalten und spalteten Haare.
Das Volk wartete auf den prophezeiten Messias,
der Israels Macht und Herrlichkeit wiederherstellen
und das Reich Gottes auf Erden aufrichten sollte.
Die Hoffnungen des Volkes richteten sich auf Jesus.
Er war ein paar Jahre als Wanderprediger durch das Land gezogen.
Die Menschen waren vom ihm angezogen.
Er sprach im Gegensatz zu ihren Theologen mit der Autorität eines Propheten.
Er tat Wunder, die kein Mensch tun konnte, um den Menschen zu helfen.
Aber Vieles, was er sagte, fanden sie auch zu hart.
Vieles passte nicht in ihre Vorstellungen.
Und Vieles hatten sie nicht verstanden.
Jetzt waren sie, wie jedes Jahr, aus dem ganzen Land
in Scharen nach Jerusalem gezogen,
um gemeinsam das Passahfest zu feiern, zur Erinnerung daran,
dass der große Mose sie von der Herrschaft der Ägypter befreit hatte.
Dieses große Fest war die Gelegenheit, Jesus als Messias zu inthronisieren.
Das hatten die Theologen befürchtet. Aber sie konnten nicht verhindern,
dass das Volk Jesus beim Einzug in die Stadt als Messias zujubelte und feierte.
Der römische Statthalter hatte Jesus beobachten lassen.
Immer wieder gab es Juden, die den Aufstand probten.
Doch die Berichte über Jesus waren beruhigend.
Dazu passte es, dass er nach dem Triumphzug wieder verschwand.
Da schlug die Stimmung im Volk um.
Jesus hatte die Veränderung der Menschen von innen
als Anbruch des Reiches Gottes gepredigt.
Sie wollten die Veränderung der äußeren Verhältnisse.
Die Theologen witterten ihre Chance. Für sie war Jesus ein Konkurrent.
Es hatte sie gnadenlos entlarvt. Sie wollten ihn schon lange beseitigen.

Gottes Sohn kam in diese Welt.
Und was hat sich geändert?

Viele Menschen irritiert es, so wie damals die Juden,
dass sich die Welt nicht dadurch verändert hat,
dass Gott in diese Welt gekommen ist.
Andere benutzen es als Ausrede, um Gott weiterhin zu ignorieren.
Andere bestärkt es in ihrem Glauben an den Zufall.

Gott lässt die Menschen eine Weile ihre eigenen Erfahrungen machen,
bevor er die Welt erneuert.
Wir erwarten nach Gottes Zusage neue Himmel und eine neue Erde,
in denen Gerechtigkeit wohnt
,
schreibt Petrus in seinem zweiten Brief.
Und im Glaubensbekenntnis heißt es:
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Doch zunächst kam Gottes Sohn als Mensch,
wie Jesaja es angekündigt hatte,
um mit uns und für uns zu leiden
und uns den Weg zu Gott als Vater zu zeigen
und uns zu erneuern.

Ein Ausschnitt aus
Gott lädt uns ein zu seinem Fest
von dem Liedermacher Manfred Siebald

Leben im Schatten,
Sterben auf Raten,
haben wir was davon?
Hass und Empörung,
Leid und Entbehrung,
ist das die Endstation?

Werden sich Weg und Mühen denn lohnen,
bis Gottes Fest beginnt?
Ja, denn es hat für die schon begonnen,
die auf dem Wege sind.
Können wir jetzt schon singen und feiern?
Hat sich schon was getan?
Ja, denn Gott will die Erde erneuern
und fängt bei uns schon an
.

Karfreitag, Ostersonntag

Karfreitag
um 20.00 Uhr
Andacht im Kirchenzelt

Ostersonntag
um 10.00 Uhr Gottesdienst für die ganze Familie
(eine halbe Stunde früher als sonst,
damit sich alle Kinder anschließend
am Ostereier-Suchen des Camps beteiligen können)